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Rhein-Hunsrück-Zeitung, 19.10.2013

Best ist als Integrationsfirma anerkannt

Arbeit Unternehmen darf weiterhin beeinträchtigte Menschen qualifizieren

Von unserem Redakteur

Wolfgang Wendling

M Boppard. Die Welt der Arbeit wird immer dichter, die Ansprüche an die Beschäftigten wachsen. Menschen, die dem geforderten „Primat der Ökonomie“ nicht gewachsen sind, fallen leichter denn je durch das Raster. Integrationsunternehmen wie die Firma Best der Bopparder Stiftung Bethesda St. Martin, die auch Kioske in Koblenz betreibt, fangen sie auf.

Für die Firma Best ist es kein Neuland, Menschen mit Beeinträchtigungen und benachteiligte Personengruppen in normalen Beschäftigungsverhältnissen Zugang zur Arbeitswelt zu verschaffen. Seit mehr als 15 Jahren ermöglicht die Best gGmbH Menschen mit besonderen Vermittlungshemmnissen durch Qualifizierungsmaßnahmen den Zugang zur dauerhaften Berufstätigkeit auf dem regulären Arbeitsmarkt. In Kooperation mit der Arbeitsverwaltung gelangten zahlreiche Menschen in Lohn und Brot, die es ohne diese qualifizierte Hilfe niemals geschafft hätten, im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

Aber jetzt musste auch die Firma Best Neuland betreten. Denn die Bundesagentur für Arbeit verlangt von allen Trägern arbeitsfördernder Maßnahmen einen Nachweis, dass sie dazu befähigt sind. Das alles ist haarklein in der „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“ (AZAV) festegelegt. Damit die Firma Best auch weiterhin die wertvolle Arbeit der Qualifizierung und Integration leisten darf, hat sie sich einer Prüfung durch ein anerkanntes Unternehmen unterzogen und schließlich die Zertifizierung erhalten. „Das gibt uns Handlungssicherheit für unsere Arbeit“, bewertet Qualitätsmanagementbeauftragte Carmen Mitscher den Prüfungsmarathon durchaus positiv. Die Best gGmbH hat es jetzt schwarz auf weiß, dass die Funktionsweise des Integrationsunternehmens den strengen Anforderungen entspricht und es um die Qualifikation der Mitarbeiter bestens bestellt ist. So kann die Firma Best mit der AZAV-Zertifizierung nahtlos an das anknüpfen, was seit 1997 ihre Kernkompetenz ausmacht. Zuletzt wurden 39 junge Menschen unter 25 Jahren ein Jahr lang geschult, um für einen Job in verschiedenen Berufszweigen – unter anderem Hauswirtschaft, Schreiner- und Malerhandwerk – fit zu werden.

Diese Menschen hat das Jobcenter vermittelt, weil sie weder als ausbildungs- noch als arbeitsfähig galten, sagt Andrea Ehrlich, Betriebssozialarbeiterin bei Best. Es geht aber nicht nur um das fachliche Know-how. Die jungen Leute müssen auch lernen, sich im Alltag zurechtzufinden, mit Geld umzugehen oder eine Mahlzeit zuzubereiten. An diesem Erfolg lässt sich anknüpfen: 55 Prozent der Teilnehmer haben eine Beschäftigung oder eine Lehrstelle gefunden.
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