Pressespiegel

Logo

Rhein-Zeitung, 18.09.2012

Nicht im Heim – und doch gut betreut

Inklusion Vereinbarung zur Eingliederungshilfe im Kreis Cochem-Zell stärkt Selbstbestimmung der Menschen mit Handicap

M Cochem. Die Schlagworte „Inklusion“ und „ambulant vor stationär“ ergeben für Menschen mit Behinderung nur dann einen praktischen Sinn, wenn sie im Zusammenhang gesehen werden. Mit der Unterzeichnung einer von allen ambulanten Diensten getragenen Leistungs- und Vergütungsvereinbarung der Eingliederungshilfe hat der Kreis Cochem-Zell als einer der Ersten in Rheinland-Pfalz die Rahmenbedingungen geschaffen, dass Menschen mit geistiger, körperlicher und seelischer Behinderung ganz normal mitten in der Gesellschaft leben können, auch wenn sie auf Hilfen angewiesen sind.

Dazu sagte Landrat Manfred Schnur: „Inklusion heißt ja nicht, die Betroffenen allein in der Welt zu lassen. Inklusion wird nur mit Betreuung, Unterstützung und passgenauer Hilfeleistung gelingen.“ Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung gelinge es im Kreis Cochem-Zell, die ambulanten und individuellen Hilfen so zu stärken, dass die Menschen mit Behinderungen selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben können.

Die Vereinbarung zur Eingliederungshilfe ist aus der Regionalen Teilhabeplanung des Kreises hervorgegangen, die unter anderem empfiehlt, die ambulanten und individuellen Angebotsstrukturen für Menschen mit Behinderungen auszubauen. Doch nicht nur die Selbstbestimmung der Betroffenen wird durch die Vereinbarung gestärkt, auch die ambulanten Dienste profitieren davon. So haben sie mehr Planungssicherheit, und die wirtschaftlich angemessenen Vergütungen machen es möglich, die Qualität ihres Leistungsspektrums im ambulanten Bereich weiter auszubauen und für die Zukunft zu sichern.

Die Vertreter der ambulanten Dienste, die zur Unterzeichnung der Vereinbarung in die Kreisverwaltung gekommen waren, erklärten in Übereinstimmung: Dieser Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein in Richtung Inklusion und sollte in dieser Form flächendeckend in ganz Rheinland-Pfalz umgesetzt werden.


20120917rz.jpgDie Partner der Vereinbarung

Die Partner der Vereinbarung zur Eingliederungshilfe im Kreis Cochem-Zell sind die ambulanten Dienste von St. Raphael CAB, Bildungs- und Pflegeheim St. Martin Düngenheim, Wohn- und Dienstleistungseinrichtung Kloster Ebernach, Landeskrankenhaus Andernach und Bethesda-Stiftung St. Martin gGmbH.

Qualität und Umfang der ambulanten Betreuung und eine leistungsgerechte Vergütung wurden gemeinsam verhandelt. Das Ergebnis sind Leistungs-, Prüfungs- und Vergütungsvereinbarungen gemäß der Paragrafen 75 folgende im SGB XII. Diese sind seit 1. September gültig und finden auch für das persönliche Budget Anwendung. bme

< zurück