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Rhein-Hunsrück-Zeitung, 24.02.2012

Note 1,4 für Haus Elisabeth

Pflegelotse Bei jüngster MDK-Prüfung konnte sich Bopparder Altenzentrum erheblich verbessern

Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

bildBoppard. Wovon so mancher Schüler nur träumen kann, hat das Haus Elisabeth in Boppard fertiggebracht: In weniger als zwei Jahren hat sich das Altenzentrum von „ausreichend“ auf „sehr gut“ verbessert. Die Gesamtnote 1,4 gab jetzt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) dem Pflegeheim.

Damit fügt sich die Einrichtung der Stiftung Bethesda St. Martin trefflich in die Reihe der hervorragend bewerteten Bopparder Alten- und Pflegeheime ein. Mit 1,4 schneiden nämlich auch das evangelische Altenheim Mühlbad und das Wohnstift zum Heiligen Geist Belgrano ab. Ebenso können das Alten- und Pflegeheim St. Hildegard in Emmelshausen, das Haus Marienberg in Kamp-Bornhofen sowie das ebenfalls von der Bopparder Stiftung Bethesda-St. Martin geführte Haus am Rebenhang in Winningen mit der Gesamtnote 1,4 punkten. Die Durchschnittsnote aller bewerteten Pflegeheime im Land beträgt 1,6.

Der Stachel saß tief bei den Verantwortlichen des Hauses Elisabeth, als die Prüfer vom MDK im Frühjahr 2010 ihrer Einrichtung die Gesamtnote 3,8 gaben. Eine schlechtere Note hatte weit und breit keine stationäre Pflegeeinrichtung erhalten. Statt lange zu lamentieren, immer wieder die Womit haben wir das bloß verdient?-Frage durchzukäuen oder auf den Bewertungskriterien herumzuhacken, nahm das Team um Heimleiter Armin Stelzig das schlechte Zeugnis so hin, wie es war, und machte sich sogleich an die Arbeit. Schließlich hatten sie eine Menge Hausaufgaben zu erledigen.

Siehe da, die Anstrengungen haben sich gelohnt: Als Anfang Februar der Bericht des MDK über die Prüfung vom 16. Januar im Haus Elisabeth eintraf, war die Freude groß. Hatte doch der MDK der traditionsreichen Einrichtung eine sehr gute pflegerische Betreuung sowie medizinische und soziale Versorgung bescheinigt. In einer kleinen Spontanfeier dankte Heimleiter Armin Stelzig seinen Kollegen für ihr Engagement. „Die MDK-Prüfung zeigt, dass unsere Bemühungen um eine bestmögliche Pflege- und Betreuungsqualität Früchte tragen“, so Stelzig gegenüber unserer Zeitung. Für Pflegedienstleiterin Rosemarie Stürmer-Korff ist der Sprung von 3,8 auf 1,4 Ausdruck eines guten Zusammenspiels aller Abteilungen im Haus. Elfriede Friedrich, Vorsitzende der Bewohnervertretung, freut sich, dass in der jüngsten Überprüfung erneut die hohe Zufriedenheit der Bewohner mit ihrem Altenheim zum Ausdruck kommt. Die „Befragung der Bewohner“ schnitt mit 1,0 optimal ab. Bei der Prüfung am 24, März 2010 gab es dafür eine 1,1. Diese Bewertung, die nicht in die Gesamtnote mit einfließt, hob sich von der miesen Zensur positiv ab.

Die Note 1,4 setzt sich aus vier Teilnoten zusammen. Für „Pflege und medizinische Versorgung“ gab es eine 1,8 (zuvor 3,9), der „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“ wurde mit 1,2 bewertet (vorher 4,1). Eine glatte 1 gab es für „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ – dieser Einzelbereich hatte zuvor mit 4,8 die schlechteste Zensur überhaupt erhalten – und für „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ (zuvor 2,1).

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